Aktionen

Aktion „Zügezählen 2020”:

Wir haben von Dienstag, 1. September, um 6 Uhr bis zum Mittwoch, 2. September, um 6 Uhr insgesamt 202 Züge in Otze gezählt!

Aus dem „Anzeiger”:

Der Bericht aus dem „Altkreisblitz”:

Hier sind unsere Ergebnisse in Diagrammen:

Züge durch Otze 2019 und 2020

Dezibeldiagramm 2020 mit Vergleich zu 2019

Dezibeldiagramm 2020

Dezibeldiagramm über 24 Stunden 2020

Dezibeldiagramm

Schrankenquerungen 2020

Schrankenschließdiagramm 2020

Am 3. Oktober erschien dieser Artikel im Marktspiegel:

„Immer noch viele laute Waggons”

24 Stunden lang haben Bios-Mitglieder am Otzer Bahnhof die Züge gezählt und den Lärm gemessen. (Foto: privat)

Die Bürgerinitiative Otze Schiene gibt Ergebnisse ihrer Zähl- und Messaktion bekannt

Otze (fh). Viele Züge und noch mehr Lärm – so fasst die Bürger­initiative Otze Schiene (Bios) in wenigen Worten die Ergebnisse ihres diesjährigen Aktionstages zusammen. Anfang September haben die Mitglieder an der örtlichen Bahnschranke wieder 24 Stunden lang die vorbeifahrenden Züge gezählt sowie die Zahl der Autos, Fahrräder und Fußgänger notiert, die den Übergang querten.
Trotz der Corona-Epidemie und ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen wurden in dem Zeitraum 127 Güterzüge registriert –deutlich mehr als im vergangen Jahr. Damals waren es nur 89 gewesen, was die Bürgerinitiative auf ein Unwetter in Hessen zurückführte. Zusammen mit den S-Bahnen fuhren diesmal 202 Züge innerhalb von 24 Stunden durch Otze. „Die Zahl ist trotz Corona recht beachtlich. In ‚Normalzeiten‘ wäre die Anzahl der Güterzüge, so über den Daumen gepeilt, vielleicht noch 20 Prozent höher“, schätzt der Bios-Vorsitzende Arnim Goldbach.

Lärmpegel ist wieder gestiegen

Was ihn aber vor allem stutzig mache, sei der höhere Lärmpegel im Vergleich zum Vorjahr: Durchschnittlich seien die Güterzüge auf einen Spitzenlärm von fast 95 Dezibel gekommen, 2019 waren es knapp 92. Dabei muss laut dem Schienenlärmschutzgesetz ab Dezember dieses Jahres ein Grenzwert von rund 85 Dezibel eingehalten werden. Die Differenz von zehn Dezibel würde einer Halbierung des Lärms entsprechen.
Die Deutsche Bahn hat nach eigenem Bekunden bereits 90 Prozent ihrer Waggons auf sogenannte Flüsterbremsen umgerüstet. Das Unternehmen ist für ein Drittel des Güterverkehrs in Deutschland verantwortlich, der Rest verteilt sich zu gleichen Teilen auf Privatbahnen und ausländische Betreiber. Wer für die lauten Züge in Otze verantwortlich war, lässt sich aus der Messung der Bios nicht ablesen. Auffällig sei gewesen, dass noch viele „Misch-Züge“ unterwegs seien, die sich aus Waggons mit und ohne „Flüsterbremsen“ zusammensetzen. „Dabei heben die lauten Waggons den Vorteil der leisen fast völlig auf“, beschreibt Goldbach.
In jedem Fall werde deutlich, dass die Betreiber bis Jahresende noch einiges tun müssten. „Denn ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember dürfen eigentlich keine lauten Züge mehr auf deutschen Schienen fahren oder sie müssen ihr Tempo soweit reduzieren, dass sie die neuen Vorgaben einhalten“, erläutert der Bios-Vorsitzende. Langsam werde die Zeit knapp. „Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, dass die Vorgaben ab Jahresende tatsächlich eingehalten werden“, gibt er sich optimistisch.

Ein Tunnel für Otze?

Eine positive Entwicklung macht Goldbach indes bezüglich des Bahnübergangs aus: Schon seit ihrer Gründung setzt sich die Bios dafür ein, die Schranke zu beseitigen und durch einen Tunnel oder eine Brücke zu ersetzen. Auch bei ihrer jüngsten Zähl- und Messaktion haben die Mitglieder wieder die Schließzeiten der Schranke registriert und gezählt, wie viele Autos, Radfahrer und Fußgänger den Übergang gequert haben. Innerhalb des Beobachtungszeitraums von 24 Stunden sei die Schranke 5:25 Stunden geschlossen gewesen und bei den Querungen wurden 2764 Verkehrsteilnehmer gezählt. Aus Sicht der Bürgerinitiative ein Beleg dafür, dass sich etwas ändern müsse – erst recht, wenn der Schienenverkehr durch Alpha-E noch zunehme.
In den zurückliegenden Monaten ist nun Bewegung in die Sache gekommen: Denn am 13. März ist eine Änderung des Eisenbahnkreuzungsgesetzes (EKrG) in Kraft getreten. Sie sieht vor, dass Kommunen sich nicht mehr finanziell beteiligen müssen, wenn an Bahnübergängen Tunnel oder Brücken gebaut werden. Die Kosten werden komplett vom Bund und von der Deutschen Bahn (DB) übernommen. Vor diesem Hintergrund hat es am 23. Juni und am 10. Juli bereits zwei Gesprächstermine zwischen der Stadt Burgdorf und der DB Netz gegeben.
Auch wenn es dabei noch nicht um Planungsinhalte gegangen sei, sondern lediglich um das prinzipielle Vorgehen und formale Fragen, bewertet Goldbach den Schritt als ermutigendes Zeichen. Besonders freue es ihn, dass die DB Netz nach bisherigem Vernehmen die gleiche Variante favorisiere, wie auch die Bios: einen Tunnel direkt südlich des jetzigen Bahnübergangs.

Wie geht es weiter mit Alpha-E?

An anderer Stelle sei für die Bios-Mitglieder hingegen eine neue Sorge hinzugekommen. Darauf macht Goldbach in einem offenen Brief aufmerksam, den er kürzlich an betroffene Einwohner, Verwaltungen, Politiker und Medien geschickt hat.
Denn am 30. Juni haben Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der Bahn-Beauftrage der Bundesregierung Enak Ferlemann sowie Vertreter der Bahnwirtschaft einen Schienenpakt sowie eine Weiterentwicklung des Modells „Deutschlandtakt“ vorgestellt. Hatten sich die Diskussion rund um Alpha-E bisher vor allem um den Güterverkehr gedreht, könnte nun ein neues Problem vom Personenfernverkehr ausgehen, so die Einschätzung des Bios-Vorsitzenden.
Denn es sei im Gespräch, dass Sprinter-Züge die Fahrtzeit zwischen Hamburg und Hannover auf unter eine Stunde drücken sollen – bisher braucht die schnellste Verbindung etwa 1:15 Stunde. Außerdem sei eine Variante vorgestellt worden, wonach Schnellzüge von Hamburg an Hannover vorbei Richtung Bielefeld fahren sollten: mit Geschwindigkeiten zwischen 250 und 300 Stundenkilometern. „Wir können uns nicht vorstellen, dass mit einem solchen Tempo durch Bahnhöfe wie beispielsweise Celle gefahren werden kann“, sagt Goldbach und ergänzt: „Wir befürchten, dass deshalb Neubaustrecken unumgänglich werden könnten!“ Dabei sollte Alpha-E im Unterschied zur vorher diskutierten Y-Trasse gerade das eigentlich verhindern und stattdessen den Ausbau von bestehenden Strecken vorantreiben.
Und der Bios-Vorsitzende nennt noch eine weitere Schwierigkeit: Wenn die neuen Schnellstrecken für den Personenverkehr reserviert würden, um Verzögerungen zu vermeiden, könne das dazu führen, dass sich der Güterverkehr auf den übrigen Strecken noch stärker konzentriere. Das könne auch Folgen für die Strecke zwischen Celle und Lehrte haben.
All das sei noch wenig konkret und es werde viel spekuliert. Mehr Klarheit erhofften sich die Bios-Mitglieder deshalb von einem Statustreffen zum Schienenausbauprojekt Alpha-E am 20. November in Celle, für das sich auch der Niedersächsische Verkehrsminister Bernd Althusmann und der Bahnbeauftragte der Bundesregierung Enak Ferlemann angekündigt haben.


Am Montag, 27.1.2020, fand in Uelzen eine  Info-Veranstaltung zum Thema „Schienenverkehrsführung Lüneburg-Uelzen-Celle” statt.
BIOS war vertreten, hier sind Anmerkungen dazu von Arnim:

Hier ist die Vieregg-Studie als Word-Datei

Am Dienstag, 22.10.2019, fand in Hannover der zweite Runde Tisch zum Thema „Alpha-E” statt.
BIOS war vertreten, hier sind Anmerkungen dazu von Arnim:

Unsere vierte Zähl- und Messaktion war vom Montag, 19. August 2019, um 6.00 Uhr morgens bis zum nächsten Dienstag um 6.00 Uhr.

Wir haben wieder 24 Stunden lang die Züge gezählt, die Schrankenschließzeiten notiert und den Lärm gemessen, den die Züge verursacht haben.

Außerdem haben wir wieder gezählt, wie viele Personen und Fahrzeuge in dieser Zeit die Bahngleise überquerten.

Es wurden insgesamt 169 Züge gezählt, die durch Otze gefahren sind. Das waren weniger als in den Vorjahren, wahrscheinlich wirkte sich eine Streckensperrung in Süddeutschland (es hatte vorher dort heftige Gewitter gegeben) bis zu uns aus.
Die Schranke in Otze war 4 Stunden und 4 Minuten geschlossen, in Ehlershausen (bei der gleichen Anzahl an Zügen) dagegen 7 Stunden und 8 Minuten!

Das Zelt für die vierte Zähl- und Messaktion steht!

In Ehlershausen wurde zeitgleich gemessen und notiert, dann konnten wir die beiden Orte bzw. Bahnübergänge gut vergleichen.

Das Zähl- und Messteam im Einsatz

Für den Montagnachmittag hatten sich Vertreter von den Zeitungen und aus der Politik angesagt.

Dieser Artikel erschien am Dienstag, 21.8., im Anzeiger:


Am Freitag, 29.3.2019, fand in Hannover der erste Runde Tisch zum Thema „Alpha-E” statt.
BIOS war vertreten, hier sind Anmerkungen dazu von Arnim:


Hier ist ein Bericht, den Arnim über die Aktivitäten von BIOS verfasst hat:

Hier kann der ganze Bericht als pdf-Datei heruntergeladen werden.


Am Freitag, 25. Januar 2019, war Herr Hoppenstedt wieder bei uns als Gast zu Besuch. Er gab uns Antworten auf aktuelle Fragen zum Stand der Alpha-E-Planungen.

Hier ist die Präsentation, die von BIOS bei der Veranstaltung gezeigt wurde.

Zugesichert wurde von ihm, dass die Stecken den höchstmöglichen Lärmschutz bekommen werden.

(Anzeiger vom 28.1.2019)

Im Anzeiger und auch im Marktspiegel wurde über die Veranstaltung berichtet.

(Marktspiegel vom 30.1.2019)


Am 22.11.2018 hat BIOS auf der Otzer Ortsratssitzung über die Aktivitäten informiert, die in diesem Jahr stattgefunden haben.
Arnim hat diese Folien präsentiert.

Am 16. August 2018 gab es wieder eine Zugzählung am Otzer Bahnhof, diesmal von morgens um 6.00 Uhr bis zum nächsten Morgen um 6.00 Uhr.
Wir haben dabei auch die Personen und Fahrzeuge erfasst, die in diesem Zeitraum den Bahnübergang passierten.


(Foto: Altkreisblitz)

Gezählt haben wir 177 Züge, und zwar 108 Güterzüge und 69 S-Bahnen.
Die Schranke war insgesamt 5 Stunden und 11 Minuten geschlossen, 321 Fußgänger, 437 Fahrradfahrer und 2610 Autos überquerten die Gleise.
In Ehlershausen wurde zeitgleich gezählt, dort war die Schranke allerdings 7 Stunden und 31 Minuten lang geschlossen.
In der Zeit zwischen 14 und 17 Uhr fuhren keine Güterzüge, weil in Lüneburg ein Blindgänger entschärft wurde und die Bahnstrecke dort gesperrt war.

Dieser Artikel stand im Anzeiger:


Am Dienstag, 15. Mai, fand unsere alljährliche Mitgliederversammlung statt.
Das Leitungsteam hat am 5. Juni Arnim Goldbach und Kai-Uwe Suppé zu seinen Sprechern gewählt.


Das Eisenbahn-Bundesamt bot wieder eine Beteiligung an einer Lärmaktionsplanung an Eisenbahnstrecken an.

Die erste Abfrage erfolgte im Sommer 2017, das Bundesamt hat jetzt eine Übersicht (Lärmaktionsplan Teil A) erstellt, aus der die Lärmpegel entlang der Bahnstrecken ersichtlich sind.

Der Link zum Lärmaktionsplan ist hier.

Nun gab es bis zum 7. März die Möglichkeit, dem Eisenbahn-Bundesamt eine Rückmeldung zum Lärmaktionsplan Teil A, zu bereits durchgeführten Lärmsanierungsmaßnahmen und zum Prozessablauf der Lärmaktionsplanung zu geben. Die Ergebnisse werden dann im Lärmaktionsplan Teil B veröffentlicht.

Der daraus hervorgehende Lärmaktionsplan Teil B wird Mitte des Jahres 2018 veröffentlicht. Die Teile A und B ergeben zusammen den Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken.

Anders als noch in der ersten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung lag der Schwerpunkt der Umfrage nicht darin, eine eigene Lärmbetroffenheit zu artikulieren. Vielmehr standen eine Rückmeldung zum Ablauf des Beteiligungsverfahrens, zur Einschätzung der im Lärmaktionsplan Teil A vorgeschlagenen Maßnahmen und deren Wirksamkeit im Mittelpunkt der Umfrage.

Hier ist der Link zur Lärmaktionsplanung: www. laermaktionsplanung-schiene.de

Um an der Aktion teilnehmen zu können, musste man sich auf der Seite der Bahn einmalig registrieren und dann acht Fragen beantworten.


Am 24. Oktober 2017 fand bei uns in Otze ein Treffen mehrerer Bürgerinitiativen statt. Dieses BIÜ-Treffen wurde von uns organisiert und durchgeführt.

(Fotos: Michael Baumgart)

Teilgenommen haben BIs aus dem Bereich, der vom der geplante Alpha-E-Trasse berührt wird.

Hier ein Artikel aus dem Altkreisblitz von der Veranstaltung

Marktspiegelbericht vom 8.11.2017


Das Eisenbahn-Bundesamt bot eine Beteiligung an einer Lärmaktionsplanung an Eisenbahnstrecken an.
Diese Aktion war begrenzt bis zum 25. August 2017, eine Auswertung wird wahrscheinlich Anfang 2018 veröffentlicht.

Hier ist der Link zur Lärmaktionsplanung: www. laermaktionsplanung-schiene.de


Aktion „Zügezählen 2017”:

Wir haben am Dienstag, 13. Juni, innerhalb von 24 Stunden insgesamt 234 Züge in Otze gezählt!

Das sind 19 Züge mehr als bei unserer letzten Zählung im Oktober 2016.
Hier ist ein Diagramm, das die Verteilung der Züge auf den Tag zeigt:

Hier sind die Züge im Vergleich der beiden Zählungen von 2016 und 2017 in einem Diagramm zusammengestellt:

Die Züge aus 2016 in blau, die aus 2017 in orange.


Am Dienstag, 15.11., war MdB Dr. Hoppenstedt (CDU) bei uns. Er ließ sich über die Arbeit von BIOS informieren und sagte uns seine volle Unterstützung im Kampf um Lärmschutzmaßnahmen zu.

Im Anzeiger erschien diese Einladung:

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Am 17.11. folgte dann dieser Artikel:

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Hier noch zwei Fotos, die Frau Wulf-Dettmer vom Anzeiger aufgenommen hat:

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Hier ist der Bericht von der Veranstaltung, der im Altkreisblitz erschien:

Bundestagsabgeordneter Hoppenstedt macht sich ein Bild in Otze

BIOS-Sprecher Manfred Kuchenbecker (stehend) zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt (mitte) und Burgdorfs Bürgermeister Baxmann.Aufn.: Michael Baumgart

Bereits am 10. August 2016 war Caren Marks (MdB), als Mitglied der Parlamentarische Arbeitsgruppe des Bundestages zum Problem Bahnlärm, honoriger Gast der Otzer Bürgerinitiative “Schiene” (BIOS), um zum zentralen Problembereich des zunehmenden Güterschienenverkehrs zu informieren, ihre Position darzustellen und über ihren damaligen Kenntnisstand zu berichten.

In der Fortsetzung zum Thema, konnte am gestrigen Dienstag, 15. November 2016, der Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt gewonnen werden, über seine aktuellen Bemühungen im Sinn von BIOS zu berichten.

 Im Vorfeld begrüßte BIOS-Sprecher Manfred Kuchenbecker Bürgermeister Baxmann, den Vertreter der Stadt Burgdorf im Projektbeirat (Dialogforum Schiene Nord) Jan-Hinrich Brinkmann, die amtieren und designierten OrtsbürgermeisterInnen von Otze und Ramlingen-Ehlershausen,sowie die Vertreter des Infrastrukturforum StARK.

Der Raum im Altenteilerhaus wurde knapp. Nach der Vorankündigung der Veranstaltung im AltkreisBlitz am 3. November 2016 und in weiteren örtlichen Publikationen, fanden viele interessierte Gäste den Weg in die Straße “Am Speicher”.

Veranstaltung mit Dr. Hoppenstedt

Axel Berndt, Mitglied im BIOS-Leitungsteam, berichtete ausführlich über die relevanten Ergebnisse der BIOS-Aktion “Wir zählen selbst”. Bei dieser Aktion haben Mitglieder von BIOS am 05. November über 24 Stunden alle Züge gezählt, die durch Otze fahren (der AltkreisBlitz berichtete). Die gezählten 215 Züge, davon 139 Güterzüge und 76 Züge der S-Bahn, bewirkten eine hochgerechnete Schrankenschließzeit von 5 Stunden und 20 Minuten. Dokumentiert wurden dabei neben den Fahrtrichtungen der Züge, die stündliche Anzahl an Durchfahrten und vor allem deren Lärmentwicklung. In der Spitze konnten bei 64 Durchfahrten Werte von annähernd 100 Dezibel gemessen werden.

Gründungsnot der BIOS war die zu befürchtende Lärmbelastung aus dem vom Bundesverkehrsministerium aufzustellende Bundesverkehrswegeplan, mit dem eine wirtschaftliche Lösung für den Aus- und Neubau der Bahnstrecken zwischen Hamburg/Bremen und Hannover entwickelt werden soll.

Inhaltlich sollen damit mehr Kapazitäten für den Personen- und Güterverkehr geschaffen und die bedeutenden Verkehrswege zu den Seehäfen sichergestellt werden, was im Endeffekt zu einer Verdoppelung des heutigen Zugverkehrs führen kann.

In einem 2015 vom Land Niedersachsen organisierten informellen Beteiligungsprozess “Dialogforum Schiene Nord” wurden unter Einbeziehung der Öffentlichkeit (acht Projektbeiräte/acht Bürgerinitiativen) die Grundlagen und Ergebnisse verschiedener Plan-Varianten untersucht, diskutiert und erörtert.

In einem Abschlussdokument sprach dann ein Großteil der Forum-Teilnehmer die Empfehlung aus, die erarbeitete und optimierte Alpha-Variante “E” in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen (Opens external link in new windowhttps://bauprojekte.deutschebahn.com/p/hamburg-bremen-hannover).

Burgdorfs Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann, der im Dialogforum die Städte Burgdorf, Lehrte und Sehnde vertritt, hatte dazu seinerzeit die Otzer ermutigt, eine Bürgerinitiative zu gründen (der AltkreisBlitz berichtete).

In diesem Sinn berichtete dann Jan-Hinrich Brinkmann zu den mit dieser Plan-Variante verbundenen Forderungen und Bedingungen der Forum-Mitglieder an Lärmschutz und die verbundenen notwendigen Maßnahmen, insbesondere soweit es den Bereich Otze betreffen könnte.

stehend-j-h-brinkmann

In erster Linie seien die von der Deutschen Bahn ernstgenommenen Bedingungen des Forums:

  • Vollschutz vor Bahnlärm (Lärmvorsorge)
  • Verbesserung des Schienenpersonennahverkehrs
  • Vollständige Kostenübernahme von Über- und Unterführungen
  • Fonds zur Sicherung und Entwicklung hoher Siedlungsqualität
Zum letztgenannten Punkt hatte Alfred Baxmann unter dem Stichwort “Raiffeisengelände” bereits bei dem Treffen am 10. August ausgeführt. Dr. Hoppenstedt informierte im Anschluss über den Stand der Diskussionen und Verhandlungen in den Fraktionen und den zuständigen Gremien und Ausschüssen des Bundestages.

Insbesondere konnte der Bundestagsabgeordnete ausführen zur nachhaltigen Lärmreduzierung, die bei Umsetzung des betreffenden Verkehrswegeplans aufgenommen werden sollen.

dr-h-hoppenstedt

Einerseits würde unter dem Stichwort “Lärmvorsorge” für neue Gleisanlagen die bauliche Maximalleistung in den Planfeststellungsverfahren aufgenommen und alternativ die aktive und passive “Lärmsanierung”, bei der Lärmschutzwände zur Ausführung kommen können, oder Kostenübernahmen für zum Beispiel den Einbau von Lärmschutzfenstern im betroffenen Bahnbereich.

Dass hier die Kostenübernahme nicht nach dem Verursacherprinzip, sondern nach einem noch streitigen Schlüssel zwischen Bahn, Bund und Länder noch abschließend geregelt werden muss, ist Politik. Bürgermeister Alfred Baxmann sprach sich dazu klar gegen jedwede Kostenbeteiligung der betroffenen Städte und Gemeinden aus.

Am Samstag, 19.11., stand dieser Artikel im Marktspiegel:

marktspiegel-vom-19-11-2016

Hier ist er noch einmal:

Otze leidet unter dem Bahnverkehr

Die 24-Stunden-Messung in Otze im Oktober ergab hohe Lärmwerte. (Foto: Dana Noll)
Dr. Hendrik Hoppenstedt (Mitte) brachte Informationen aus den Fraktionen und den zuständigen Gremien und Ausschüssen des Bundestages als Diskussionsgrundlage zum Treffen mit BIOS. (Foto: Dana Noll)

Bundestagsabgeordneter Dr. Hendrik Hoppenstedt mit BIOS im Gespräch

OTZE/BURGDORF (dno). 215 Züge am Tag, davon 139 Güterzüge und 76 S-Bahnen rauschten am 5. Oktober diesen Jahres durch Otze – in der Spitzenzeit zwischen 11 Uhr und 12 Uhr waren es allein 16 Züge! Das bewirkte Schrankenschließzeiten von insgesamt 5 Stunden und 20 Minuten. Die Züge erreichten einen Lärm-Spitzenpegel von 98,4 Dezibel. Das ergab eine Messung im Rahmen der Aktion „Wir zählen selbst“, die von der Bürgerinitiative Otze Schiene (BIOS) vor etwa sieben Wochen durchgeführt wurde.
Eine hohe Lärmimmission, lange Schrankenschließzeiten, die Zerschneidung der Ortschaft und natürlich der Blick in die Zukunft, der einen wachsenden Güterverkehr prophezeit, lassen die Bürger in Otze und den angrenzenden Ortschaften unruhig werden.
Zu einem Treffen im Altenteilerhaus in Otze lud die Bürgerinitiative BIOS den Bundestagsabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt ein, um sich über den Stand der Diskussionen und Verhandlungen in den Fraktionen und den zuständigen Gremien und Ausschüssen des Bundestages zu erkundigen. Der Bürgermeister der Stadt Burgdorf, Alfred Baxmann, sowie Jan-Hinrich Brinkmann, Vertreter der Stadt Burgdorf im Projektbeirat, gaben einen Überblick über die Sachlage. Die Ortsbürgermeister/innen von Otze und Ramlingen-Ehlershausen sowie Vertreter der Bürgerinitiative StARK beteiligten sich ebenfalls an der Diskussion.
„Wir haben starke Unterstützung und Partner in Otze und den anderen Ortschaften, wir brauchen auch Unterstützung in den politischen Gremien und müssen die Vernetzung ausweiten. Und wir erhoffen uns durch dieses Treffen vor allem Informationen“, so Manfred Kuchenbecker, Sprecher BIOS. Diese kamen in Form von Fakten und Forderungen durch Jan-Hinrich Brinkmann, Vertreter der Stadt Burgdorf im Projektbeirat. Vollschutz vor Bahnlärm, Verbesserung des Schienenpersonenverkehrs sowie volle Kostenübernahme waren dabei die Hauptanliegen.
Teilerfolge sind, laut Hoppenstedt, diesbezüglich schon erzielt: „Die Y-Trasse ist „begraben“ und im Bereich Lärmregulierung wurde ein Förderprogramm auferlegt.“ Hierbei geht es um die Lärmsanierung und Lärmvorsorge. Mit 50 Prozent Kostenübernahme wird der Güterverkehr bei Umrüstung bezuschusst. Auch das Nutzungsentgelt wird entsprechend angepasst, wer „weniger Lärm macht, zahlt auch weniger“. Bis 2020 sollen so alle Waggons umgerüstet sein – zumindest innerdeutsch. Auch die ausländischen Waggons werden in gleicher Höhe mit Fördermitteln unterstützt – ob es genutzt wird, bleibt fraglich. Eine „EU-Initiative“ sowie die Entgeltverordnung wird dies zukünftig ebenso regeln. Hoppenstedt versprach, „sich weiter einzusetzen“. „Mit Stuttgart 21 haben alle dazu gelernt. Mit den Burgdorfern sollte man sich nicht anlegen“, fügte er augenzwinkernd hinzu. Ob dies bei der Kostenübernahme auch zutrifft, wird sich zeigen. Denn die Frage „Wer zahlt was“ ist noch nicht abschließend geregelt. „Lärmschutz ist wichtig, aber nicht alles, das Thema ist komplex. Die Finanzierung muss durch den Verursacher erfolgen und das ist nicht die Kommune“, so Alfred Baxmann, Bürgermeister der Stadt Burgdorf.
Abschließend wurde von allen Seiten deutlich gemacht, dass es den Initiatoren nicht darum geht, den Schienenverkehr zu verteufeln. „Wir leben in einer modernen Industriegesellschaft. Jeder will die Segnungen haben, aber die Sache bitte nicht vor der eigenen Haustür“, so Baxmann. „Nur Pauschalaussagen wie „ich lehne es grundsätzlich ab“, ohne Argumente zu bringen, unterstützen wir nicht. Wir haben Verständnis dafür, dass der Güterverkehr von der Straße auf die Gleise verlegt wird. Dennoch versuchen wir die Folgen des steigenden Güterverkehrs zu minimieren und in Einklang mit dem Leben im Ort zu bringen“, ergänzte Manfred Kuchenbecker, BIOS.


Am Mittwoch, 5. Oktober, wollten wir einmal genau wissen, wie viele Züge an diesem Tag durch Otze fahren.
Wir haben 24 Stunden lang gezählt, hatten dann eine genaue Auflistung nach Zugart, Zugrichtung und ob die Züge laut oder leise sind.

Anzeiger vom 7.10.2016

Artikel im Anzeiger vom 7.10.2016

Wir haben 139 Güterzüge und 76 S-Bahnen gezählt, also insgesamt 215 Züge!

Der gemessene Lärm betrug in der Spitze ca. 105 Dezibel, bei Güterzügen häufig ca. 98 Dezibel.
Die S-Bahnen fuhren mit 80 bis 84 Dezibel.
Die Schrankenschließzeit betrug pro Zug ca. 1 Minute 30 Sekunden, also hochgerechnet auf den gesamten Tag etwa 5 Stunden 20 Minuten.

Artikel im Marktspiegel
Artikel im Marktspiegel vom 8.10.2016

Am Mittwoch, dem 10.08.2016 war MdB Caren Marks (SPD) bei uns, um ein erstes Gespräch mit uns zu führen.

Frau Marks begrüßte ausdrücklich die Gründung der BIOS und versprach, sich für die Ziele einzusetzen.

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Interessierte Zuhörer im Otzer Altenteilerhaus

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Der Burgdorfer Stadtplaner Herr Brinkmann stellte die neusten Entwicklungen im Zuge der sogenannten Alpha Variante E vor.

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Im Anzeiger stand am 12.8. dieser Artikel:

Anzeiger vom 12.8.2016

Einen Tag später war dieser Artikel im Anzeiger:

Anzeiger vom 13.8.2016

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